Tod von Hannibal (Jürg) Wohlschlegel - HP Ysebähnli

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Nachruf


Jürg (Hannibal) Wohlschlegel

Am 30. September durfte unser Stiftungsratspräsident, Jürg (Hannibal) Wohlschlegel nach langer, schwerer, mit viel Optimismus ertragener Krankheit friedlich einschlafen. Damit ging ein ereignisreiches und interessantes Leben eines nimmermüden Menschen zu Ende. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Inhaber einer Bau-und Möbelschreinerei in dritter Generation in Basel zog es ihn immer wieder zum Modellbau hin. Den Namen HANNIBAL verdankte er seinem Durchsetzungsvermögen und seiner Innovationsfreude. Besonders faszinierte ihn die Dampftechnik. Sein Wissen in dieser Sparte erarbeitete er sich autodidaktisch. Dank gelegentlicher „Schützenhilfe“ aus einer Schlosserei in seiner Umgebung erwarb er sich ein grosses Wissen. Im Jahre 1976 sprang der Funke zu „personenbefördernden Gartenbahnen“ über und anlässlich einer USA-Reise war es geschehen. Er war derart fasziniert von den riesigen US-Lokomotiven, dass er sich dem Bau dieser Modelle für Gartenbahnen verschrieben hat. Unermüdlich erbaute er - nebst seinem anstrengenden Beruf - in seiner Freizeit und unter gütiger Mithilfe seiner Gattin Gerda Lokomotiven und Wagen. Was noch fehlte, war ein Areal um die Fahrzeuge auch betreiben zu können. Ein glücklicher Zufall „führte“ ihn in die Schweizerhalle, wo ihm ein Bekannter ein verödetes, ehemals als Schrebergarten verwendetes Areal anbot. Auf dem Streifen Land zwischen dem Rhein und der Hauptstrasse entstand, in vielen Jahren anstrengender Arbeit die heutige Anlage des „Ysebähnli am Rhy“ nach seinen Vorstellungen. Anfangs zu Dritt, später mit weiteren helfenden Händen konnte im Jahre 1995 die Anlage eingeweiht werden. Tausende weitere Arbeitsstunden wurden aufgewendet, um immer wieder Neues zu schaffen. Ein ganz grosses Ziel von Hannibal war, dass sein Lebenswerk ihn überleben sollte. So gründete er im Jahre 2002 gemeinsam mit seiner Gattin Gerda, die Stiftung „Ysebähnli am Rhy“. Zusammen mit dem Stiftungsrat und vielen helfenden Händen konnte die Anlage immer wieder erweitert werden, sehr zur Freude der grossen und kleinen Besucherinnen und Besucher an den öffentlichen Fahrtagen. In den letzten Jahren musste er aus gesundheitlichen Gründen auf ein aktives Mitwirken verzichten. Von seinem erhöhten Sitzplatz beim Zelt konnte er „seine“ Anlage und den Betrieb übersehen und geniessen. In Zukunft wird dieser Platz nun leer bleiben. Wir wissen aber um die Verpflichtung, sein Lebenswerk in seinem Sinne weiter zu führen.

Seinen Angehörigen entbieten wir unsere aufrichtige Anteilnahme, verbunden mit dem herzlichsten Dank, dass sie auch mitgeholfen haben dieses Bijou am Rhein zu erschaffen.

Der Stiftungsrat

 
 
21.10.2017
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